Aus den Sitzungen der Quartierkommission von April bis Juni 2018

 

Diskussion

Chancen für den Freudenbergerplatz?

«Visionen und Projekte für Bern Ost» so der Titel der Masterarbeiten 2018 der Architekturabteilung der Berner Fachhochschule 2018. Was löst der Bypass der A6, der beim Bundesamt für Strassen ASTRA bereits konkret im Planung ist, für ein städtebauliches Potenzial für unseren Stadtteil aus? Informieren Sie sich über die seit 8. Juni präsentierten Projekte vor Ort!

 

Oder unter: -> ahb.bfh.ch/bern-ost oder noch besser am für den 9. August 2018 ab 17.00 angebotenen öffentlichen Stadtspaziergang.

 

Alternativ: an der extra für QUAV4-Delegierte und -Gäste angebotenen öffentlichen Führung am Dienstag 14. August 17.30 – 18.30 Uhr mit Studienleiter Prof. Hanspeter Bürgi.

 

195./196./197. Delegiertenversammlung der QUAV 4

 

Hoher Besuch bei der QUAV4 von der Stadtratspräsidentin Regula Bühlmann!

«Stadt der Beteiligung» ist der Leitsatz des aktuellen Legislaturprogramms. Auf Ihrer Tour zu den verschiedenen Quartierkommissionen möchte Regula Bühlmann herausfinden, wer wie beteiligt ist und mitgestaltet am öffentlichen Leben in Bern. Sie verspricht sich davon einen ganz anderen Blick auf Geschäfte und Diskussionen erhalten als denjenigen im Stadtrat. Sie will mit diesen Besuchen auch zeigen und anbieten, dass sie unkompliziert erreichbar ist für unsere Anliegen. In der regen Diskussion mit den QuartierbewohnerInnen am anschliessenden Apéro stellt Sie diesen Vorsatz unter Beweis.

 

Informationen des Bundesamt für Strassen ASTRA zum aktuellen Projektstand Bypass Bern Ost

 

Was macht eigentlich das ASTRA?

Der Hauptauftrag ist Projektierung und Realisierung von Ausbau und Unterhalt des Nationalstrassennetzes. Nebst dem eigentlichen Strassenbau bearbeitet das ASTRA aber auch flankierende Massnahmen zum Schutz von Natur und Anwohnerschaft wie z. B. Lärmschutz, Bepflanzungen, Entwässerungen, Sicherheitsanlagen, Verkehrsmanagement-

systeme, Wildtierquerungen etc. etc. Die Legitimität zum Handeln entnimmt ASTRA dem Bundesgesetz über die Nationalstrassen. Dort wird auch die Verträglichkeit aller Massnahmen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft stipuliert.

 

Weshalb und wie agiert das ASTRA?

Die Schweiz ist mobil. Bei uns - mit total 420 Autobahn-Anschlüssen (ø alle 4 km ein Anschluss!) haben Autobahnen jedoch einen stark lokalen Charakter. Sie dienen als Umfahrungen und Entlastungen der Innenstädte und Dörfer. Im Mittelland sind die Nationalstrassen an ihrer Kapazitätsgrenze, Ausbau oft nicht möglich. Mit dem knappen Strassenraum verantwortungsvoll umzugehen stellt deshalb alle Beteiligten vor immer höhere Herausforderungen. Zentral ist heute eine umfassende Kommunikation und der Dialog mit den betroffenen Bevölkerungsteilen. Technisch

gesehen gibt es 3 «Eingriffstypen»:

• Sanierungen und Ausbau des Bestands (Anschluss Wankdorf)

• Optimierung des Bestands (z. B. PUN) – Steuerung und Verstetigung auf gleicher Verkehrsfläche

• Engpassbeseitigungen (z. B. Bypass A6) – das sind grosse Ausbauten, die schweizweit in Konkurrenz stehen

(z. B. Bypass A6 mit den Ausbauten am Genfersee, Luzern oder Lugano . . .)

 

Der Verkehr hat in den letzten Jahren massiv zugenommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diskussion/Fragen:

Die Herangehensweise des ASTRA stösst auf diverse – oft grundsätzliche – Kritik: bezüglich Verkehrsmodellen, die

sich an heute, statt an neuen Technologien orientieren - Braucht es im 2030 überhaupt noch Massnahmen, diese generieren doch nur mehr Verkehr? Und führen sicher zu mehr Ausweichverkehr in angrenzenden Quartieren . . .

 

Skepsis auch bezüglich der zu hohen volkswirtschaftlichen Kosten, oder der mangelnden aktiven Verlagerung des Verkehrs auf den ÖV . . .

 

Antworten:

• Die alte Frage vom Huhn und vom Ei trifft auch auf die Verursacher und die Löser des Verkehrs zu.

• Die den Prognosen zugrunde gelegten Modelle sind so gut und wissenschaftlich gestützt als irgend möglich und

werden periodisch überprüft und angepasst

• In den Städten nimmt der MIV ab (–6%), auf den Autobahnen hat er massiv zugenommen (+109% seit 1990). Auch der

ÖV ist an der Kapazitätsgrenze und muss dringend ausgebaut werden. Das greift aber nur im Verbund mit Lenkungs-

massnahmen auf den übergeordneten Zubringerstrassen (PUN, Verkehrsmanagementsysteme etc.)

• Zum Modalsplit: 67 von 100 gefahrenen Kilometern werden heute mit dem Auto zurückgelegt (67%). Es folgt die Bahn

mit 13.6%, zu Fuss 4.6%, Bus, Tram 3.6%, Velo 2.5% . . .

Total bewegen sich 86.4% des Verkehrs auf der Strasse, nur 13.6% auf der Schiene.

Wird sich das ändern? Es muss sich ändern! Das ist durchaus auch die Haltung des ASTRA, aber Prognosen gehen

eher von weniger schädlichem, umweltverträglicherem Verkehr, als von einem grossen quantitativen Rückgang

aus > die Schweiz ist mobil!

• auch Drohnen im Transportbereich werden kaum massive Entlastung bringen – denn wollen wir wirklich auch noch

«Verkehr von oben» ?! Konflikte sind vorprogrammiert . . .

 

ASTRA tickt heute anders . . .

• ASTRA-Philosphie ist es deshalb, nicht unbedingt Strassen zu bauen, sondern Räume für zukünftige Mobilität zu

schaffen. Was – ehrlicherweise – auch durchaus mit handfestem Bauen verbunden sein wird.

• Neu an der ASTRA- Philosophie ist jedoch der Umgang mit Kommunikation und Partizipation. Der bereits gut

funktionierende Einbezug einer Begleitgruppe in die Projekte PUN und Wankdorf soll wesentlich ausgebaut und

langfristig strukturiert werden. Mit den Bewohnern und Nutzern – nicht über ihre Köpfe hinweg, lautet die Devise. «Die

Entwicklung von Strassen-, Stadt und Freiraum in Bern läuft Hand in Hand. Die verkehrlich und städtebaulich beste

Lösung für den Bypass Bern Ost kann nur in einem von allen Beteiligten getragenenProzess entwickelt werden.»

ASTRA wird an diesem Anspruch gemessen werden!

 

RÄUME FÜR DIE (VERKERHRS-)ZUKUNFT BERN-OST

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endlich! die Überbauung auf dem Tramdepotareal steht vor dem Start . . .

Das Baugesuch wurde am 21 Juni eingereicht, Publiziert wird vermutlich nach den Sommerferien. Wenn alles glatt läuft, kann immer noch mit Baubeginn im Frühling 2019 und Fertigstellung Frühling 2021. Das Projekt wurde optimiert. Beiz und Quartierbüro bleiben an der Nahtstelle beim öffentlichen Durchgang vom Innenhof zur Tramhaltstelle.

Migros wird den grössten Teil der Verkaufsfläche übernehmen, die Gespräche mit den Interessenten für die übrigen Flächen erfolgen demnächst. Die Antwort der Post ist noch hängig – vermutlich wird es eine automatische Ablage geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Total werden 106 Wohnungen erstellt, Wohnungsmix und

Aufteilung: siehe nebenstehende Tabelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erdgeschossnutzung                                                                        Ausschnitt Beiz/Quartierbüro

 

Kontakt Bauherrschaft GVB: Stefan Lucy, SLucy@gvb.ch

 

• Weiter befasste sich die QUAV4 mit dem Hochwasserschutzprojekt : -> Stellungnahme

• Die von der Verkehrsplanung vorgestellte Lösung für die geplante Velospur stadteinwärts auf der Marienstrasse

wurde hingegen zurückgewiesen. Das Projekt wird deshalb nochmals überarbeitet und neu präsentiert.

• Gemeindetageskarten: Allgemein ist ein Rückgang der Nachfrage festzustellen, weil die Preise zum Teil von den

Grossverteilern, zum Teil von den SBB selber mit Aktionen «kanibalisiert» werden. Im Stadtteil IV bietet der

Familientreff nach wie vor die beiden Tageskarten zum Preis von  51.– an –> zum Angebot

• Die Stellunnahme zur Überbauungsordnung Mingerstrasse wurde bereinigt und einge-reicht. > link

• Grossmehrheitlich befürworten die Delegierten zudem die in der Bauordnungsrevision vorgesehene Erleichterung für

Zwischennutzungen. Beim Egelsee würde dies allenfalls eine moderate Entwicklung unterstüzten.

• Als zunehmend unerfreulich wird die Situation bezüglich diverser hängiger Baugesuche von Botschaften empfunden.

Nachbarn sind machtlos mit Einsprachen gegen die ausufernden sicherheitstechnischen Auf- und Ausrüstungen und

Umnutzungen von Wohn- zu Büroraum. Auch unsere Proteste werden wohl höchstens in einem feuersicheren

Aktendepot verwahrt werden…

 

Nächste Sitzung: DV 198, 14. August 2018, 19.00 Uhr

 

-> Aus der 192./193./194. Delegiertenversammlung der QUAV 4

 

-> Aus der 190./191. Delegiertenversammlung der QUAV 4

Quartiervertretung Stadtteil IV  |  Postfach 257  |  3000 Bern 6  |  info@quavier.ch